4.) Aufbau der Antennenanlage

Für den geplanten Einsatz müssen vier Antennen gebaut werden.  Also pro Endstufe ein Koaxialkabel und eine Antenne.
Mit ein wenig Glück habe ich 4 Längen dämpfungsarmes 1/2” Kabel nebst 7/16 Steckverbinder bekommen. Als Antennentyp wurde eine 4fach Quad gewählt. Sie ist einfach zubauen und soll 14,5dBd Gewinn machen.
Zur Zeit habe ich Hilfe von OM Klaus DG4YEB. Er ist dabei ist eine passende Schablone anzufertigen, um 4 gleiche “Doppelachten” - Quadelemente herzustellen. Bei den Tests sind schon einige Meter Draht (4qmm) zu Schrott verarbeitet worden. Als Vorlage dienten auch hier wieder die UHF-Unterlagen von DJ9HO. Wir mussten allerdings feststellen, das für ummantelten Draht andere Längen gelten als für nicht ummantelten Draht!
Nach dem Abschluss der Arbeiten werden auch hierzu genaue Angaben gemacht.

Und so sieht die Baustelle zur Zeit aus. Es ist mittlerweile der 6. Versuch und es sieht gut aus . Die Antenne kann nun, da das SWR stimmt etwas genauer vermessen werden.

Als Antennengehäuse dienen ausgemusterte D-Netz Antennen.
Hier seht Ihr eine geöffnete Antenne. Ihr Innenleben wird kurzerhand vollständig entfernt. Die Reflektorplatte sowie das Gehäuse werden über die Hälfte eingekürzt.(somit hat man Reserve falls man sich versägt.)

Ich mußte feststellen, das der präzise Abgleich einer Antenne gar nicht so einfach ist. Hier möchte ich mich für die freundlich Unterstützung einer großen Firma (die z.Z. nicht genannt werden möchte) bedanken. Durch die Leihgabe von für einen Amateur unerschwinglichen Messmitteln wurde die Optimierung der Antennen ermöglicht.
Zum  Messen kam ein Sidemaster S331A der Fa. Anritsu zum Einsatz. Er ermöglicht SWR-Messungen von 25-3000 MHz in einem SWR-Bereich von 1,00-65,00 mit einer Auflösung von 0,01.
Der Nachbau dürfte sich als nicht besonders schwierig gestalten. Die Antenne ist für 1291 MHz optimiert worden.
Die Biegemaße, Anleitung sowie eine Skizze sind hier zu bekommen.
Die Messergebnisse der Antenne gibt es in Form einer VSWR-Grafik oder als Smith-Chart. Beide Dateien sind im WMF Windows Meta File Format welche aber von vielen Programmen verarbeitet werden. Ich benutzen zum Betrachten von Grafiken/Bildern z.B. das Programm ACDC. Eine Exeltabelle mit Angaben zur Phasenlage gibt es hier.

Der Antennengewinn wurde nicht ermittelt. Er wird mit 14,5 dBd in den UHF-Unterlagen angegeben. (glauben wir alle?)
Der horizontale Öffnungswinkel (-3dB) ist dort ebenfalls mit 68° angegeben. Damit ergibt sich bei 4 angeordneten Antennen eine brauchbare horizontale Rundumstrahlung.

Die Repeaterantennen wurden für 1291 MHz optimiert.

Bild: 1

Hier wurde die Antenne auf Bandmitte abgestimmt.
Wie man sieht, liefert sie am Bandanfang und -ende ein gerade noch brauchbares VSWR.

Bild: 2

Aufgepasst! Die Antennen verändern ihre Resonanz beim anbringen des Wetterschutzgehäuses.
Die Beeinflussen ist so groß, daß nur eine Reihe von Versuchen das gewünschte Ergebniss brachte. Ich habe unterschiedliche Drähte ausprobiert. Abisolierter Kupferdraht (2,5qmm = ca. Ø 2mm) blank oder mit Anreibesilber “veredelter” brachten nicht so gute Ergebnisse. Versilberter Kupferdraht Ø=2mm für HF-Anwendungen von der Fa. Opperman (Links/Lieferanten) brachte die besten Ergennisse.

Für die hier verwendeten Gehäuse gelten folgende Maße:
Der Abstand vom Strahler zum Reflektor verringert sich von 22mm auf 18mm!
Alle Messungen sind mit der montierter Wetterschutzhaube erfolgt.

Prüfling Nr.:

Drahtlänge in mm

Feldbreite in mm

Feldlänge in mm

Resonanzfrequenz

Messpunkte

 

MHz / VSWR

MHz / VSWR

MHz / VSWR

Bild Nr.

1

912

70

44

1297 / 1,1

1291 / 1,1

 

1

2

920

70

45

1264 / 1,1

1240 / 2,0

1300 / 1,9

2

3

928

70

46

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